Glucophage

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Gebrauchsinformation zu Glucophage

Metformin

Metformin

Bioverfügbarkeit: 50-100%

ATC-Code: A10BA02, A10BD23, usw.

Proteinbindung: 0-10%

Metabolismus: Keine Daten vorhanden

Halbwertszeit: 4–8.7 Stunden

Ausscheidung: Urin

CAS-Nummer: 1115-70-4

PubChem-CID: 4091

Drug Bank: DB00331

ChemSpider: 3949

UNII: 786Z46389E

KEGG: C07151

ChEBI: CHEBI:6801

ChEMBL: ChEMBL1431

ECHA-InfoCard: 100.010.472

Summenformel: C4H11N5

Molare Masse: 129,16 g·mol−1

Wie wirkt es?

Glucophage enthält den Wirkstoff Metformin hydrochlorid, der zu den Biguaniden gehört. Metformin senkt die Blutzuckerwerte bei den Patienten mit Diabetes und erhöht die Empfindlichkeit der Muskelzellen gegenüber Insulin. Die Zellen sind daher besser in der Lage, den Zucker aus dem Blut zu entfernen. Metformin verlangsamt auch die Aufnahme von Zucker aus dem Darm.

Wie wird es angewendet?

Glucophage wird durch den Mund eingenommen. Es sollte während oder nach einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser angewendet werden. Die Tagesdosis hängt davon ab, welches Körpergewicht der Patient hat, ob er unter Begleiterkrankungen leidet und ein anderes Medikament einnimmt.

Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene beträgt entweder 500 mg oder 850 mg 2 oder 3 Mal täglich. Die maximale Tagesdosis liegt bei 3000 mg, aufgeteilt in 3 Einnahmen und sollte nicht überschritten werden. Diese Tabletten sollten während der Mahlzeit eingenommen werden, um das Risiko für Übelkeit und Erbrechen zu verringern.

Bei Kinder ab 10 Jahren und Jugendlichen beträgt die Anfangsdosis 500 mg oder 850 mg einmal pro Tag. Die tägliche Höchstdosis liegt bei 2000, aufgeteilt in 2 oder 3 Einnahmen.

Die Einnahme sollte zum Frühstück erfolgen, wenn die Tagesdosis auf einmal eingenommen werden.

Die Tabletteneinnahme erfolgt zum Frühstück und zum Abendessen, wenn die tägliche Dosis auf 2 Einnahmen aufgeteilt ist.

Wenn die Tagesdosis auf drei Einnahmen aufgeteilt ist, sollten die Tabletten morgens (zum Frühstück), mittags (zum Mittagessen) und abends (zum Abendessen) eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Übelkeit
Übelkeit,
Erbrechen

Durchfall
Durchfall

Bauchschmerzen
Oberbauchbeschwerden

Appetitprobleme
Appetitlosigkeit

Geschmacksstörungen
Geschmacksstörungen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vorsicht bei Einnahme oder Anwendung bestimmter Arzneimittel
  • Risiko für eine Laktatazidose
Vorsicht bei Einnahme oder Anwendung bestimmter Arzneimittel
Risiko für eine Laktatazidose

Andere Handelsnamen

Diabetase Diabesin Biocos Diabetex Espa formin Glucobon Biomo Meglucon Mediabet Juformin Mescorit Metfin Metfogamma Siofor Metformin-CT

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Lebererkrankungen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Herzschwäche

Unkontrollierter Diabetes

Übermäßiger Alkoholkonsum

Herzinfarkt

Atemnot

Schwere Kreislaufprobleme

Schwere Infektionen

Dehydration

Schwangerschaft

Nicht sicher

Alkohol

Der Alkoholkonsum erhöht das Risiko für die Komplikationen

Was passiert, wenn Sie die Dosis verpasst haben?

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein.

Überdosierung

Nach Einnahme erheblich zu hoher Dosen kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen. Rufen Sie bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen unverzüglich einen Arzt zu Hilfe.

Wechselwirkungen

Es ersteht ein Risiko für ernsthafte Wechselwirkungen. Daher ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung erforderlich.

Unerwünschte Reaktionen

Durchfall

Übelkeit

Nahrungsmittel

Die Wirkung des Medikamentes wird durch die Nahrungsmittel beeinflusst.

Nehmen Sie Glucophage mit oder nach einer Mahlzeit ein, im die Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeinträchtigen zu vermeiden.

Aufbewahrung

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Häufige Fragen

In welchen Dosierungen ist Glucophage erhältlich?

Es ist in 3 Dosierungen im Handel. Diese sind 500, 850 und 1000 mg.

Kann ich Glucophage beim Typ-1-Diabetes einnehmen?

Nein, die Behandlung sollte nur im Fall vom Typ-2-Diabetes durchgeführt werden.

Darf man in Deutschland Glucophage ohne Rezept kaufen.

Nein, Glucophage ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Ohne Rezept finden Sie es in stationären Apotheken nicht.

Wie heiß der Wirkstoff in Glucophage?

Glucophage enthält den Wirkstoff Metmorfin.

Was ist der Preis von Glucophage?

Der Preis variiert von Anbieter zu Anbieter und hängt von Dosierung und Packungsgröße ab.

Was ist Glucophage?

Glucophage (Metformin) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von Typ-II-Diabetes eingesetzt wird. Es wird in Form von Filmtabletten und Tabletten mit verzögerter Freisetzung (Glucophage SR) von Merck KGaA produziert. Die wirkende Substanz in beiden Darreichungsformen ist Metformin hydrochlorid.

Bei Erwachsenen kann diese Arznei allein oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten oder Insulin angewendet werden. Glucophage ist nicht zur Behandlung von Typ-1-Diabetes geeignet. Bei Kinder ab 10 Jahren und Jugendlichen kann es allein oder zusammen mit Insulin in Frage kommen.

Dieses Antidiabetikum hilft, den Blutzucker des Patienten auf möglichst normale Werte zu senken. Bei den erwachsenen Patienten mit dem Übergewicht trägt die langfristige Gabe zur Verringerung vom Risiko für diabetesbedingte Komplikationen. Laut Hersteller kann die Einnahme zur mäßigen Gewichtsabnahme führen.

Glucophage kommt auch zur Vorbeugung gegen Diabetes zum Einsatz. Auf den wissenschaftlichen Sitzungen 2019 der American Diabetes Association wurden neuen Daten präsentiert, in denen die Wirksamkeit langfristiger Einnahme von Metformin in der Verhinderung der Entwicklung von Typ-II-Diabetes bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bewiesen wurde.

Welche Nebenwirkungen sind mit diesem Medikament möglich?

Wie alle Medikamente kann auch Glucophage die Nebenwirkungen hervorrufen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn eine oder einige der unten genannten Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten:

  • Schwindel oder Benommenheit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • erhöhte Überempfindlichkeit
  • metallischer Geschmack im Mund
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Bauchschmerzen

Obwohl die meisten der unten aufgelisteten Nebenwirkungen selten auftreten, können sie zu ernsthaften Problemen führen, wenn Sie sich nicht an Ihren Arzt wenden. Suchen Sie sofort einen Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

  • Koordinationsstörungen
  • Schwäche
  • Kältegefühl
  • Unwohlsein
  • extreme Müdigkeit
  • niedrige Blutzuckerwerte
  • Anzeichen einer Blutarmut, z. B. Schwindel, blasse Haut, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Atemnot, schneller Herzschlag, dunkler Urin
  • langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Atembeschwerden
  • Denkstörungen
  • periphere Neuropathie (z. B. Taubheitsgefühle, Kribbeln)
  • ungewöhnliche Muskelschmerzen

Sie sollten die Einnahme des Medikaments absetzen und sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie eines der folgenden Symptome haben: Laktatazidose, Anfälle, Anzeichen einer Pankreatitis (z. B. Oberbauchschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost, schneller Herzschlag).

Was spricht über eine Überdosierung?

Laut Hersteller gehören zu den Symptomen einer Überdosierung:

  • Hypoglykämie
  • extreme Müdigkeit
  • Schwäche
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • leichte Schmerzen
  • Magenschmerzen
  • Appetitverlust
  • tiefes und schnelles Atmen
  • Kurzatmigkeit
  • Benommenheit
  • Hautrötung
  • Muskelschmerzen
  • schneller oder langsamer Herzschlag.

Infos zu Wechselwirkungen

Metformin-haltige Tabletten können mit mehreren anderen Medikamenten wechselwirken. Unterschiedliche Wechselwirkungen können dabei unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die gleichzeitige Einnahme von Glucophage mit jodhaltigen Kontrastmitteln ist kontraindiziert. Die Behandlung mit Glucophage sollte je nach Nierenfunktion 48 Stunden vor oder zum Zeitpunkt der Röntgenuntersuchung mit jodhaltigen Kontrastmitteln abgesetzt und nicht früher als 48 Stunden danach wieder begonnen werden, sofern die Nierenfunktion normal funktioniert.

Der Alkoholkonsum ist während der Behandlung mit Glucophage abgeraten. Bei einer akuten Alkoholvergiftung erhöht sich das Risiko einer Laktatazidose, insbesondere bei kalorienarmer Ernährung und Leberversagen.

Bei gleichzeitiger Gabe mit folgenden Arzneimitteln und Arzneistoffen ist Vorsicht geboten:

  • Danazol
  • Chlorpromazin
  • Glukokortikoide
  • Diuretika
  • Sulfonylharnstoff-Derivate
  • Nifedipin
  • kationische Arzneimittel (Digoxin, Amilorid, Morphin, Chinidin, Procainamid,Chinin, Ranitidin, Trimethoprim, Triamteren und Vancomycin)
  • Insulin
  • Acarbose
  • Salicylate
  • blutdrucksenkende Medikamente (Furosemid, Hydrochlorothiazid)
  • cholesterinsenkende Medikamente
  • Medikamente gegen Glaukom
  • Topiramat
  • Phenytoin
  • Phenothiazine (Chlorpromazin, Fluphenazin, Prochlorperazin)
  • Schilddrüsenmedikamente (Levothyroxin, Liothyronin, Liotrix)

Bevor die Behandlung beginnen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamente, Vitaminen, Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen, um potenzielle Wechselwirkungen zu vermeiden.

Wenn Sie Fragen zu Arzneimittelwechselwirkungen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Jonathan Sander
Assistenzarzt und freier Autor
Neben seiner Tätigkeit als Assistenzarzt der Klinik für Urologie in Augsburg unterstützt er seit Januar 2021 die Redaktion des Gesundheit-Services als freier Autor.
Erfahrungen

Glucophage

Bewertung:

1.8

1 Erfahrung(en)

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Meine Erfahrung mit Glucophage war so schlecht, dass ich meinen hohen Blutzucker lieber ignoriere, als die Behandlung fortzusetzen.

03.03.2021

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5.0

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