Modafinil

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Gebrauchsinformation zu Modafinil

Modafinil

Modafinil

Andere Namen: (RS)-2-[(Diphenylmethyl)sulfinyl]acetamid (IUPAC)

Bioverfügbarkeit: variiert

ATC-Code: N06BA07

Proteinbindung: ≥ 60%

Metabolismus: Leber

Halbwertszeit: 15 Stunden

Ausscheidung: Urin

CAS-Nummer: 68693-11-8

PubChem-CID: 4236

Drug Bank: DB00745

ChemSpider: 4088

KEGG: D01832

ECHA-InfoCard: 100.168.719

Summenformel: C15H15NO2S

Molare Masse: 273,35 g·mol−1

Wie wirkt es?

Modafinil gehört zu einer Klasse von Medikamenten, die als wachhaltende Stimulanzien bezeichnet werden. Wie Amphetamine fördert Modafinil die Wachsamkeit, indem es das Gehirn stimuliert. Der genaue Wirkmechanismus von Modafinil ist unbekannt. Es wird angenommen, dass es die Menge an Dopamin im Gehirn erhöht, indem die Wiederaufnahme von Dopamin in Nerven verringert wird.

Modafinil hilft gegen exzessive Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie, ohne schwere Nebenwirkungen zu verursachen. Die Halbwertszeit beträgt 10 bis 12 Stunden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Modafinil immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Die Tabletten Modafinil sollten als Ganzes mit Wasser eingenommen werden.

Die übliche Standartdosis für Erwachsene beträgt 200 mg pro Tag. Die tägliche Dosis kann auf einmal (am Morgen) oder verteilt auf zwei Dosen pro Tag (100 mg am Morgen und 100 mg am Mittag) eingenommen werden. Nach Bedarf kann die Tagesdosis auf bis zu 400 mg vom Arzt erhöht werden.

Für ältere Patienten, sowie erwachsene Patienten mit schwerwiegenden Nieren- und Lebererkrankungen beträgt die Tagesdosis 100 Milligramm.

Nebenwirkungen

Übelkeit
Übelkeit

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen

Schlaflosigkeit
Schlafstörungen

Mundtrockenheit
Mundtrockenheit

Schwindel
Schwindel

Brustschmerz
Brustschmerzen

Gesichtsrötung
Erröten

Sehstörungen
Verschwommenes Sehen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vorsicht bei einer Herzerkrankung
  • Alkohol
Vorsicht bei einer Herzerkrankung
Wenn Sie an einer Nieren- oder Lebererkrankung leiden, ist die Dosisanpassung erforderlich.
Alkohol
Es ist Vorsicht geboten, wenn Sie in der Vergangenheit die Alkohol- oder Drogenprobleme hatten

Andere Handelsnamen

Modalert Modvigil Vigil

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Gegenanzeigen

Unregelmäßiger Herzschlag

Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Nicht bzw. nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck

Schwangerschaft

Nicht sicher

Alkohol

Der Alkoholkonsum sollte vermieden werden

Was passiert, wenn Sie die Dosis verpasst haben?

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein.

Überdosierung

Wenn Sie dieses Arzneimittel in einer größeren Menge eingenommen haben, als Sie sollten, kann dies zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.

Wechselwirkungen

Es ersteht ein Risiko für ernsthafte Wechselwirkungen. Daher ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung erforderlich.

Unerwünschte Reaktionen

Drehschwindel

Starke Blähungen

Sprachstörungen

Zuckerkrankheit

Vermehrtes Husten

Nahrungsmittel

Die Wirkung des Medikamentes wird durch die Nahrungsmittel nicht beeinflusst.

Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Häufige Fragen

Was ist Modafinil?

Modafinil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Es ist von der EMA zur Behandlung von exzessiver Schläfrigkeit bei Narkolepsie zugelassen.

In welcher Dosierung ist Modafinil erhältlich?

Modafinil ist als Tabletten in 2 Dosierungen erhältlich: 100 mg und 200 mg.

Wie lange wirkt Modafinil?

Die Dauer der Wirkung von Modafinil variiert von Patienten zu Patienten und kann bis zu 24 Stunden anhalten.

Darf man Alkohol während der Einnahme von Modafinil konsumieren?

Vermeiden Sie den Alkoholkonsum während der Einnahme von Modafinil.

Was ist Modafinil?

Modafinil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von exzessiver Schläfrigkeit, die durch eine Narkolepsie verursacht wird. Bis zum Jahre 2011 war es auch deutschlandweit zur Behandlung von der exzessiven Schläfrigkeit beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom oder beim chronischen Schichtarbeiter-Syndrom zugelassen.

Off-Label wird diese Arznei bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom, einer ADHS, Depression oder den Essstörungen angewendet.

Modafinil wurde erstmals am Anfang der 90er Jahre in Frankreich entwickelt. Mit Ablauf des Patents im Jahre 2011 gibt es seine Generika auf dem Markt, wie Modalert, Modvigil, Vilafinil usw.

Seit Modafinil erstmals auf den Mark gebracht wurde, ist es eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente bei exzessiver Schläfrigkeit, die im Rahmen der Narkolepsie auftritt. Der Grund dafür ist das Fehlen schwerer Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu Amphetaminen verursacht Modafinil beispielsweise keine sympathomimetische Wirkung und weist ein wesentlich geringes Missbrauchspotenzial auf.

Modafinil gilt als ein gut verträgliches Arzneimittel. Laut letzter Studien kann es jedoch zum Missbrauch und zur Sucht führen. Darüber hinaus führt eine anhaltende exzessive Schläfrigkeit zu Stressreaktionen und beeinträchtigt die Immunsystem.

Wie und wo kann man Modafinil kaufen?

In den meisten europäischen Ländern unterliegt Modafinil der Rezeptpflicht. Hier finden Sie keine klassische Apotheke, die Modafinil rezeptfrei verkauft.

Dieses Medikament ist aber leicht übers Internet ohne Rezept erhältlich. Die Internetapotheken, die in Ländern niedergelassen sind, in denen die Rezeptpflicht nicht gilt, können Modafinil allerdings an jeder Person verkaufen, die es möchte.

Die meisten übers Internet angebotenen Modafil-haltigen Arzneimittel werden aus Indien exportiert. Dies wird dadurch erklärt, dass die Gesetze bezüglich des Verkauf von Arzneimitteln in diesem Land sehr großzügig sind.

In welchen Ländern ist Modafinil rezeptfrei erhältlich?

In Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in den USA und in vielen anderen Ländern unterliegt Modafinil einer Verschreibungspflicht. Adrafinil-haltige Medikamente hingegen sind in manchen Ländern frei verkäuflich. Unter Adrafinil wird ein Prodrug gemeint, das erst durch die Metabolisierung zu Modafinil effektiv wird.

Welche Nebenwirkungen kann Modafinil verursachen?

Modafinil kann leichte oder schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Angst, Nervosität, Schlafstörungen, Schwindel, Mundtrockenheit, Appetitverlust, Durchfall, laufende Nase, Magen-, Brust- und Rückenschmerzen.

Es kann während der Einnahme zu den Hautausschlägen kommen. Tritt diese Nebenwirkung auf, sollte die Behandlung abgesetzt und ein Arzt konsultiert werden.

Welche Langzeitfolgen hat Modafinil?

Die Einnahme des Präparates sollte sporadisch erfolgt werden. Wird dieses Medikament langfristig eingenommen, besteht ein Risiko für die Abhängigkeit. Außerdem kann sich eine Toleranz gegenüber den wirkenden Stoff entwickeln. Aus diesem Grund nehmen die Patienten eine erhöhte Dosis, damit ein Effekt erzielt wird.

Um einer Toleranzentwicklung vorzubeugen, sollte das Präparat einmal pro Woche eingenommen werden. Dies führt dazu, dass der Körper weiterhin „sensibel“ auf die wirkende Substanz reagiert. Wenn Modafinil aus verschiedenen Gründen öfter eingenommen werden muss, sollte es nicht öfter als dreimal pro Woche eingesetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Armodafinil und Modafinil?

Armodafinil, das unter dem Markennamen Nuvigil vertrieben wird, ist im Vergleich zu Modafinil ein neueres Medikament. Es wurde 2007 als (R)-Enantiomer von Modafinil zugelassen. Die Enantiomere sind die Moleküle, die Spiegelbilder voneinander sind (Denken Sie an Ihre linke und rechte Hand als Vorbild). Auf diese Weise hat Armodafinil eine etwas andere chemische Struktur als Modafinil.

Armodafinil kann im Vergleich zu Modafinil eine längere Halbwertszeit haben. In einigen Fällen kann Armodafinil als stärkeres Medikament mit besseren wachhaltenden Wirkungen angesehen werden. Während beide Medikamente die ähnlichen unerwünschten Wirkungen haben können, können einige Nebenwirkungen bei einem Medikament häufiger auftreten als bei dem anderen.

Der Unterschied besteht auch in der Standartdosis. Während Armodafinil in einer Tagesdosis von 150 mg eingenommen werden sollte, beträgt die Tagesdosis von Modafinil 200 mg.

Modafinil gibt es in Form von Tabletten zu 100 mg oder 200 mg im Handeln. Armodafinil ist auch als Tabletten erhältlich. Erhältliche Dosierungen sind 50 mg, 150 mg, 200 mg und 250 mg.

Ist Modafinil und Ritalin das Gleiche?

Nein, das sind zwei verschiedene Medikamente. Modafinil und Ritalin sind beliebte Stimulanzien für das Zentralnervensystem. Sowohl Ritalin als auch Modafinil haben ähnliche Wirkungen im Gehirn, die alle dazu beitragen, das Gefühl zu erhöhen, wachsam zu sein.

Im Allgemeinen ist Ritalin besser zur Steigerung des Dopaminspiegels, während Modafinil besser zur Stimulierung der Wachsamkeit geeignet ist.

Was die Wirkungsdauer anbetrifft, hält die Wirkung von Modafinil signifikant länger als Ritalin-Wirkung an.

Einzelnachweise:

  1. Robertson P, Jr, Hellriegel ET. Clinical pharmacokinetic profile of modafinil. Clin Pharmacokinet. 2003;42(2):123–137.
  2. Eintrag zu Modafinil in Wikipedia
  3. Kumar R. Approved and investigational uses of modafinil: an evidence-based review. Drugs. 2008;68(13):1803–1839
  4. Medicines.org.uk: Modafinil 100mg tablets
  5. Michelle T. Cao, Christian Guilleminault. Narcolepsy: Diagnosis and Management
  6. B. Boutrel, G.F. Koob, in Encyclopedia of Sleep, 2013. Basic Sleep Concepts, Science, Deprivation, and Mechanisms
  7. Volkow, N. D., Fowler, J. S., Wang, G., Ding, Y., & Gatley, S. J. (2002). Mechanism of action of methylphenidate: insights from PET imaging studies. Journal of attention disorders, 6(1_suppl), 31-43.
Sabine Falkenthal
Masterstudentin
Sie studiert Medizin an der Institut für Translationale Immunologie (TIM). Seit 2021 "freie Autorin" bei Gesundheit-Service.
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