Risperdal

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Gebrauchsinformation zu Risperdal

Risperidon

Risperidon

Andere Namen: 3-{2-[4-(6-Fluor-1,2-benzisoxazol-3-yl)piperidino]ethyl}-2-methyl-6,7,8,9-tetrahydro-4H-pyrido[1,2-a]pyrimidin-4-on

Bioverfügbarkeit: 50-100%

ATC-Code: N05AX08

Proteinbindung: ≥ 80%

Metabolismus: Leber

Halbwertszeit: 20 Stunden

Ausscheidung: Urin

CAS-Nummer: 106266-06-2

PubChem-CID: 5073

Drug Bank: DB00734

ChemSpider: 4895

UNII: L6UH7ZF8HC

KEGG: D00426

ChEBI: CHEBI:8871

ChEMBL: ChEMBL85

ECHA-InfoCard: 100.114.705

Summenformel: C23H27FN4O2

Molare Masse: 410.493 g·mol−1

Wie wirkt es?

Risperdal gehört zu einer Klasse von Medikamenten, die als atypische Neuroleptika bezeichnet werden. Der wirkende Stoff heißt Risperidon. Risperidon wirkt, indem es die Menge bestimmter Chemikalien beeinflusst, die als Neurotransmitter bezeichnet werden und im Gehirn auf natürliche Weise vorkommen. Es wird angenommen, dass die Menschen mit Schizophrenie, bipolarer Störung und Autismus ein Ungleichgewicht bestimmter Neurotransmitter haben. Dieses Medikament ist in der Lage, den Gehalt an Neurotransmittern ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie wird es angewendet?

Risperdal in Tablettenform wird oral eingenommen. Die Dosierung hängt von einer Erkrankung ab.

Die Behandlung von der Schizophrenie bei Erwachsenen beginnt in der Regel mit 2 Milligramm Risperdal täglich. Am 2. Tag der Behandlung wird die Tagesdosis auf 4 mg erhöht. Die Erhaltungsdosis liegt zwischen 4 und 6 Milligramm. Für ältere Patienten wird am Anfang der Behandlung die Dosis in Höhe von 0.5 mg zweimal pro Tag verschrieben. Diese Dosis kann auf 1 bis 2 mg zweimal pro Tag vom Arzt erhöht werden.

Bei Manie beträgt die Anfangsdosis 2 mg einmal pro Tag für Erwachsene und 0,5 mg zweimal pro Tag für ältere Patienten. Die Erhaltungsdosis für Erwachsene liegt zwischen 1 und 6 mg einmal täglich, während ältere Patienten die Dosis 1 bis 2 mg zweimal täglich einnehmen sollten.

Wenn es um anhaltende Aggressionen bei Personen mit Alzheimer-Demenz geht, beträgt die Anfangsdosis 0,25 mg sowohl für Erwachsene, als auch für ältere Patienten. Die Dosis sollte schrittweise erhöht werden. Die empfohlene Dosis beträgt 0,5 mg bis 1 mg zweimal täglich. Die Behandlung sollte nicht länger als 6 Wochen dauern.

Die Dosis für Kinder mit Verhaltensstörungen hängt vom Gewicht ab. Die Kinder, die weniger als 50 kg wiegen sollten die Behandlung mit 0,25 mg einmal pro Tag beginnen. Jeden 2. Tag kann die Dosis in Schritten von 0,25 mg täglich erhöht werden. Die Erhaltungsdosis liegt zwischen 0,25 mg und 0,75 mg einmal pro Tag.

Für die Kindern, die 50 kg oder mehr wiegen wird am Anfang der Behandlung die Dosis von 0,5 mg einmal pro Tag verschrieben. Jeden 2. Tag kann die Dosis in Schritten von 0,25 mg täglich erhöht werden. Die Erhaltungsdosis beträgt 0,5 Milligramm bis 1,5 Milligramm 1-mal pro Tag. Die Behandlung soll nicht länger als 6 Wochen dauern. Risperdal ist nicht für die Kinder unter 5 Jahren mit Verhaltensstörung geeignet.

Nebenwirkungen

Schläfrigkeit
Schläfrigkeit

Schwindel
Schwindel,
Benommenheit

Übelkeit
Übelkeit

Gewichtszunahme
Gewichtszunahme

Schwäche
Müdigkeit

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vorsicht bei einer Herzerkrankung
  • Vorsicht bei Epilepsie
Vorsicht bei einer Herzerkrankung
Vor der Einnahme von Risperdal informieren Sie Ihren Arzt über die Probleme mit dem Herzen.
Vorsicht bei Epilepsie
Leiden Sie an Epilepsie, lassen Sie sich ärztlich berate, bevor dieses Medikament einnehmen.

Andere Handelsnamen

Risocon Aleptan RispeCare Rispe-Q Risperigamma Risperipharm Risperihex

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Schwangerschaft

Nicht sicher

Alkohol

Der Alkoholkonsum sollte vermieden werden

Was passiert, wenn Sie die Dosis verpasst haben?

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein.

Überdosierung

Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Wechselwirkungen

Es ersteht ein Risiko für signifikante Wechselwirkungen. Daher wird eine ärztliche Überwachung empfohlen.

Unerwünschte Reaktionen

Infektion

Schlafwandeln

Kopfwackeln

Schuppen

Gelbsucht

Nahrungsmittel

Die Wirkung des Medikamentes wird durch die Nahrungsmittel nicht beeinflusst.

Aufbewahrung

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wann tritt die Wirkung von Risperdal ein?

Es kann vier bis sechs Wochen dauern, bis Risperdal seine volle Wirkung ausübt. Bei manchen Menschen werden gute Ergebnisse bereits ab der ersten Woche erzielt. Die Patienten sollten mit dem Arzt in Kontakt bleiben, um zu sehen, wie der Körper auf das Medikament in den ersten Wochen der Behandlung reagiert.

Wie lange soll man Risperdal nehmen?

Die Behandlungsdauer wird vom Arzt festgestellt. Bei Schizophrenie und Manie beträgt die Behandlung mindestens ein Jahr. Bei Alzheimer-Demenz und Verhaltensstörungen soll die Behandlung nicht länger als 6 Wochen dauert.

Wie lange wirkt Risperdal im Körper?

Nach oraler Gabe wird Risperidon mit einer Halbwertszeit von 3 Stunden eliminiert.

Was bewirkt Risperdal?

Risperdal wirkt antipsychotisch, brechreizhemmend und sedierend. Mit Risperdal werden die psychomotorischen Erregungszustände dämpft und Spannungen, Halluzinationen, Wahn, Denk- und Ich-Störungen verringert.

Was für ein Medikament ist Risperdal?

Risperdal (Wirkstoff Risperidon) ist ein atypisches Neuroleptikum, das ursprünglich zur Behandlung von schwerer und chronischer Schizophrenie bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen wurde. Neben Schizophrenie wird Risperdal zur Behandlung manischer Episoden im Zusammenhang mit bipolaren Störungen sowie zur Kurzzeitbehandlung der langanhaltenden Aggression im Zusammenhang mit Demenz-/Alzheimer-Krankheit oder Verhaltensstörungen bei Kindern ab 5 Jahren und Jugendlichen angewendet.

Risperidon kann „off-label“ zur Behandlung folgender Erkrankungen verschrieben werden:

  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Autismus-Spektrum-Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Depression
  • Ticstörung

Risperdal ist als Filmtabletten, Schmelztabletten und Lösung zum Einnehmen erhältlich.

Was kostet Risperdal?

Der Preis hängt davon ab, ob Sie ein Markenpräparat oder ein Generikum kaufen. Es hängt auch von Packungsgröße, Dosierung und Online-Anbieter ab. Der Preis für Risperidon 0,5 mg Filmtabletten von dem Hersteller Janssen-Cilag GmbH beträgt zum Beispiel ab 13,22 Euro für 50 Stück. Für eine Packung mit 100 Tabletten Risperdal 4mg sollten Sie ab 36,25 € zahlen.

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Welche Langzeitschäden von Risperdal sind möglich?

Eine langfristige Einnahme von Risperdal kann zu bestimmten Langzeitschäden führen. Zu diesen Langzeitschäden zählt man Herzrhythmusstörungen, Gewichtszunahme, erhöhte Blutzuckerwerte und Spätdyskinesien.

Gynäkomastie oder männliche Brustvergrößerung kann durch die Risperdal-Einnahme verursacht werden, da das Medikament zum Anstieg des Prolaktinspiegels führt. Prolaktin ist ein Hormon, das die Brustentwicklung insbesondere bei Kindern stimuliert.

In einer 2006 im Journal of Clinical Psychopharmacology veröffentlichten Studie wurde festgestellt, dass die Langzeitschäden von Risperdal im Hinblick auf den Prolaktinspiegel nicht umfassend dokumentiert wurden.

"Risperidon, das den Jugendlichen in Dosen verabreicht wird, die üblicherweise zur Behandlung psychotischer Symptome verwendet werden, kann den Prolaktinspiegel stark erhöhen, was eine Gynäkomastie und / oder Galaktorrhoe hervorrufen kann", so die Forscher. "Da die Langzeitwirkungen einer durch Antipsychotika induzierten Hyperprolaktinämie nicht gut dokumentiert sind, sollte Risperidon bei Kindern und Jugendlichen mit Vorsicht angewendet werden."

Wie wird Risperdal erfolgreich abgesetzt?

Um die Entzugserscheinungen zu minimieren, sollte Risperdal nicht abrupt, sonst schrittweise abgesetzt werden. Das Absetzen soll nach dem Rücksprache mit dem Psychiater und nach dem bestimmten Plan erfolgen.

Je länger ein Patient die Behandlung mit Risperdal durchführt, umso länger wird es auch dauern, es wieder abzusetzen. Wenn dieses Medikament über einen kurzen Zeitraum eingenommen wird, kann es beim Risperdal-Absetzen zum keinen Entzugssyndrom oder zu Symptomen wie Unruhe kommen.

Es ist möglich, dass es beim Reduzieren einer kleinen Dosis von diesem Medikament zu leichten Entzugssymptomen kommt. Diese Symptome können sich von Patienten zu Patienten unterscheiden, von Schlaflosigkeit, Unruhe, Kopfschmerzen bis zum Gefühl der erneut auftretenden Psychosen. In diesem Fall sollte ein Patient seinen behandelnden Psychiater aufsuchen und mit ihm über die bestehenden Probleme sprechen.

Kann Rispedral zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen?

Wie jedes Arzneimittel kann auch Risperdal die Nebenwirkungen verursachen. Im Beipackzettel finden Sie eine volle Liste von Nebenwirkungen, die von häufigeren, aber weniger schwerwiegenden Reaktionen wie Übelkeit und Schwindel bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Bewegungsstörungen und Gynäkomastie reichen.

Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen von Rispedral gehören Spätdyskinesien, Schlaganfälle, Krampfanfälle und Dauererektion. Bei älteren Patienten besteht ein Risiko für den Tod.

Häufige Nebenwirkungen, die bei 5 Prozent der Patienten auftreten sind Parkinsonismus, Akathisie, Dystonie, Zittern, Schwindel, Angst, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, Magenbeschwerden, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Müdigkeit, verstopfte Nase, Hautausschlag, Infektionen der oberen Atemwege, Gewichtszunahme und gesteigerter Appetit.

Einzelnachweise:

  1. Pieter W Troos, Bertine E Lahuis, Mark-Peter Steenhuis, Cees E J Ketelaars, Jan K Buitelaar, Herman van Engeland, Lawrence Scahill, Ruud B Minderaa, Pieter J Hoekstra. Long-term effects of risperidone in children with autism spectrum disorders: a placebo discontinuation study
  2. drugwatch.com: Risperdal  
  3. Benjamin Chavez, Mapy Chavez-Brown, Jose A Rey. Role of risperidone in children with autism spectrum disorder
  4. Nicholas Keks, Darren Schwartz, Judy Hope. Stopping and switching antipsychotic drugs
Sabine Falkenthal
Masterstudentin
Sie studiert Medizin an der Institut für Translationale Immunologie (TIM). Seit 2021 "freie Autorin" bei Gesundheit-Service.
Erfahrungen

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