Zoloft

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Gebrauchsinformation zu Zoloft

Sertralin

Sertralin

Bioverfügbarkeit: 0-50%

ATC-Code: N06AB06

Proteinbindung: ≥ 90%

Metabolismus: Leber

Metaboliten: Norsertralin

Halbwertszeit: 23–26 Stunden

Ausscheidung: Nieren

CAS-Nummer: 79617-96-2

PubChem-CID: 68617

Drug Bank: DB01104

ChemSpider: 61881

UNII: QUC7NX6WMB

KEGG: D02360

ChEBI: CHEBI:9123

ChEMBL: ChEMBL809

Summenformel: C17H17Cl2N

Molare Masse: 306,23 g·mol−1

Wie wirkt es?

Das Medikament Zoloft wirkt stimmungsaufhellend, aktivierend und angstlösend. Der Wirkstoff Sertralin hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin. Dies führt zur Steigerung der Menge an Serotonin zwischen den Gehirnzellen.

Wie wird es angewendet?

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser jeden Tag morgens oder abends zur gleichen Zeit eingenommen werden. Es spielt keine Rolle, ob dieses Arzneimittel vor oder nach der Mahlzeit eingenommen wird.

Die Dosis hängt vom Ihrem Alter, Ihrem Zustand und davon ab, ob Sie andere Arzneimittel einnehmen oder nicht.

Bei Depression beträgt die übliche Anfangsdosis für Erwachsene eine 50-mg-Tablette pro Tag. Die Dosis kann bei Bedarf schrittweise auf bis zu 200 mg pro Tag erhöht werden.

Zur Behandlung von einer Zwangsstörung bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren wird in der Regel die Anfangsdosis in Höhe von 25 mg pro Tag verschrieben, was einer halben 50-mg-Tablette entspricht. Die Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren sollten am Anfang eine Tablette zu 50 mg täglich einnehmen.

Wenn Erwachsene an einer Panikstörung oder einer sozialen Phobie leiden, wird die übliche Anfangsdosis in Höhe von 25 mg pro Tag verordnet. Nach einer Woche der Behandlung sollte die Tagesdosis auf 50 mg erhöht werden.

Nebenwirkungen

Schlaflosigkeit
Schlaflosigkeit

Schwindel
Schwindel

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen

Übelkeit
Übelkeit

Durchfall
Durchfall

Mundtrockenheit
Mundtrockenheit

Erektionsstörungen
Ejakulationsversagen

Schwäche
Müdigkeit

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Anfälle
  • Selbstmordgedanken
  • Kinder und Jugendliche
Anfälle
Während der Behandlung mit Zoloft können epileptische Anfälle auftreten. Auf diesem Grund ist Zoloft bei instabiler Epilepsie kontraindiziert. Bei Patienten mit kontrollierter Epilepsie ist während Zoloft-Therapie Vorsicht geboten. Treten epileptische Anfälle auf, sollte die Behandlung mit Zoloft angesetzt werden.
Selbstmordgedanken
Depressive Erkrankungen gehen in der Regel mit einem erhöhten Risiko für Suizid, Suizidgedanken und Suizidversuche einher. Daher sollten die Patienten zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen überwacht werden.
Kinder und Jugendliche
Zoloft ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet, mit Ausnahme von Patienten mit der Zwangsstörung im Alter von 6 bis 17 Jahren.

Andere Handelsnamen

Adjuvin Sertralin-Generika Tresleen Asentra Gladem

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Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Gleichzeitige Gabe mit MAO-Hemmern

Gleichzeitige Anwendung mit Pimozid

Schwangerschaft

Nicht sicher

Alkohol

Der Alkoholkonsum sollte vermieden werden

Was passiert, wenn Sie die Dosis verpasst haben?

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt

Überdosierung

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, können Magen-Darm-Störungen auftreten.

Wechselwirkungen

Es ersteht ein Risiko für ernsthafte Wechselwirkungen. Daher ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung erforderlich.

Unerwünschte Reaktionen

Priapismus

Schwere Hautreaktionen

Selbstmordgedanken

Halluzinationen

Aggression

Nahrungsmittel

Sie sollten auf Grapefruit und Grapefruit-Saft verzichten

Aufbewahrung

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Häufige Fragen

Was ist Zoloft?

Zoloft ist ein Medikament zur Behandlung und Vorbeugung von stark ausgeprägter Depression, Behandlung von Zwangserkrankung, Panikzuständen und Angststörungen.

Wie heißt der Wirkstoff in Zoloft?

Die wirkende Substanz heißt Sertralin. Sertralin gehört zur Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

In welchen Darreichungsformen ist Zoloft erhältlich?

Es ist als Filmtabletten und Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen erhältlich.

In welchen Dosierungen werden die Filmtabletten Zoloft verkauft?

Zoloft gilt es als Filmtabletten zu 50 mg und 100 mg im Handel.

Was ist Zoloft?

Zoloft ist ein Antidepressivum und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer bezeichnet werden. Sein aktiver Stoff blockiert die Wiederaufnahme einer Chemikalie namens Serotonin in Nervenzellen im Gehirn.

Zoloft wird in folgenden Fällen eingesetzt:

  • zur Behandlung und Prävention von depressiven Episoden jeglicher Schwere;
  • zur Behandlung von Zwangsstörungen bei Erwachsenen und Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren;
  • bei Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie);
  • im Fall von posttraumatischer Belastungsstörung;
  • gegen soziale Phobie.

Das Medikament Zoloft darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zur Behandlung anderer Erkrankungen außer Zwangsstörungen angewendet werden, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht zufriedenstellend nachgewiesen wurden. Was Zwangsstörungen anbetrifft, ist Zoloft nicht für Kindern unter 6 Jahren geeignet.

Dieses Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Zoloft süchtig macht.

Wo kann man Zoloft günstig kaufen?

In den meisten Ländern gilt Zoloft als rezeptpflichtiges Arzneimittel. In Deutschland werden Sie keine Apotheke vor Ort finden, die Zoloft verkauft, ohne dass Sie vorher ein Rezept einreichen.

Das Preisspektrum von Zoloft ist relativ groß, abhängig davon, wer es herstellt und wer es verkauft. Der Preis hängt auch von Dosierung und Packungsgröße ab. In den stationären Apotheken kann dieses Medikament sehr teuer sein. Möchten Sie Zoloft günstig kaufen, wählen Sie einen Online-Anbieter. Es gibt zahlreiche Anbieter im Internet, die Zoloft online verkaufen. Aber nicht alle von diesen Internetanbietern können als Beschaffungsquellen guter Qualität betrachtet werden. Deshalb muss man einen seriösen Anbieter wählen, dem Sie vertrauen können.

Der Preis für Zoloft 50 mg im Netz erstreckt sich über €101,14 pro 100 Stück, manchmal sogar noch mehr. Eine Packung mit 50 Stück kostet oft zwischen €48,78 und €78,02.

Einige Online-Apotheken bieten oft bei großen Bestellmengen die Rabatte an.

Was ist der Unterschied zwischen Zoloft und Sertralin?

Zoloft ist eines der Handelsname von Sertralin. Neben Zoloft wird Sertralin unter den Namen Sertra, Sertralon und Sertralin-Generika vertrieben. Die Unterschiede zwischen Zoloft und Sertralin gibt es in einigen Gesichtspunkten wie Name, Aussehen und Preis; in anderen wie in den Wirkstoffen und der Funktion gibt es nahezu keine.

Kann man mit Zoloft zunehmen oder abnehmen?

Einige Antidepressiva sind in der Lage, das Körpergewicht in die Höhe zu treiben. Zoloft erhöht in der Regel das Körpergewicht selten. Nur bei 17 Prozent der Patienten, die ihre Erfahrungen mit Zoloft auf dem Gesundheitsportal Sanego mitgeteilt haben, ist die Gewichtszunahme aufgetreten. Wie andere SSRI kann Zoloft häufig zur unerwünschten Gewichtsabnahme führen.

Welche Nebenwirkungen sind nach der Zoloft-Einnahme möglich?

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Erwachsenen, die mit Zoloft behandelt werden, sind:

  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Angst
  • Durchfall
  • übermäßiges Schwitzen
  • Verdauungsstörungen
  • Änderung der Schlafgewohnheiten, einschließlich erhöhter Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit
  • Zittern oder Schütteln
  • sexuelle Störungen, einschließlich verminderter Libido und Ejakulationsversagen

Bei Kindern und Jugendlichen, die mit Zoloft behandelt wurden, waren die Nebenwirkungen im Allgemeinen ähnlich wie bei Erwachsenen mit den folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen: Nasenbluten, Blasenschwäche, aggressive Reaktion und Gewichtsveränderung.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Tritt eines der folgenden Symptome auf, rufen Sie sofort Ihren Arzt an:

  • abnorme Blutergüsse und Blutungen
  • Anfälle
  • Halluzinationen, Verwirrtheit, Koordinationsverlust, Unruhe, Fieber, Schwitzen, schneller Herzschlag, Zittern, starke Muskelsteifheit oder Zuckungen, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen
  • Kopfschmerzen, Schwäche, Unsicherheit oder Gedächtnisprobleme
  • Atembeschwerden
  • Schwellung
  • Hautausschlag

Zoloft kann auch andere Nebenwirkungen verursachen.

Mit welchen Medikamenten tritt Zoloft in Wechselwirkungen?

Einige Arzneimittel können mit Zoloft wechselwirken und seine Wirksamkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die zu MAO-Hemmern gehören. Die Einnahme von Zoloft gleichzeitig mit einem MAO-Hemmer oder innerhalb von 14 Tagen nach dem Absetzen des MAO-Hemmers kann zu Fieber, extrem hohem Blutdruck und Krämpfen führen.
  • andere Arzneimittel gegen Depressionen, Panikstörungen, soziale Angststörungen oder Zwangskrankheiten (z. B. Prozac, Luvox, Prothiaden, Aropax, Cipramil, Efexor XR, Xydep)
  • starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Tramadol, Tapentadol oder Pethidin
  • Arzneimittel gegen prämenstruelle Dysphorie (z. B. Prozac, Lovan, Xydep)
  • andere Medikamente zur Linderung von Schmerzen, Schwellungen und anderen Entzündungssymptomen, einschließlich Arthritis (z. B. Aspirin oder NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac)
  • Abnehmmittel Phentermin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen wie Clozapin, das zur Behandlung von Schizophrenie angewendet wird
  • Präparate gegen unregelmäßigen Herzschlag (z. B. Tambocor)
  • Antibiotika
  • ADHS-Medikamente wie Dexamphetamin und Lisdexamphetamin
  • Tryptophan
  • Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung von Stimmungsschwankungen
  • Dextromethorphan
  • Methadon (zur Behandlung von Drogenabhängigkeit)
  • Johanniskraut (zur Behandlung von Stimmungsstörungen)
  • Warfarin (z. B. Marevan, Coumadin) oder andere Arzneimittel, die die Blutgerinnung verhindern
  • Diazepam oder andere aufs ZNS wirkende Arzneimittel (z. B. Serepax, Valium)
  • Pimozid (zur Behandlung von Gefühls-, Verhaltens- und Denkstörungen)
  • Sumatriptan (z. B. Imigran), ein Arzneimittel zur Behandlung von Migräne
  • Phenytoin (z. B. Dilantin), ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie
  • Cimetidin (z. B. Tagamet).

Einige Arzneimittelkombinationen können das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen und sind möglicherweise lebensbedrohlich. Informieren Sie über alle verschreibungspflichtigen oder rezeptfreien Medikamente, die Sie einnehmen oder anwenden.

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Sertralin in Gelber Liste
  2. Review: R. M. Hirschfeld: Sertraline in the treatment of anxiety disorders. In: Depress Anxiety. 11 (4), 2000, S. 139–157
  3. Mutschler, E.: Arzneimittelwirkungen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 10. Auflage, 2013
  4. NPS Medicinewise: Infos zu Zoloft Tabletten
Sabine Falkenthal
Masterstudentin
Sie studiert Medizin an der Institut für Translationale Immunologie (TIM). Seit 2021 "freie Autorin" bei Gesundheit-Service.
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