Valium

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Gebrauchsinformation zu Valium

Diazepam

Diazepam

Bioverfügbarkeit: 50-100%

ATC-Code: N05BA01

Proteinbindung: none

Metabolismus: Leber

Halbwertszeit: 50 Stunden

Ausscheidung: Nieren

CAS-Nummer: 439-14-5

PubChem-CID: 3016

Drug Bank: DB00829

ChemSpider: 2908

UNII: Q3JTX2Q7TU

KEGG: D00293

ChEBI: CHEBI:49575

ChEMBL: ChEMBL12

ECHA-InfoCard: 100.006.476

Summenformel: C16H13ClN2O

Molare Masse: 284,74 g·mol−1

Wie wirkt es?

Der Wirkstoff in Valium Diazepam hat eine starke beruhigende Wirkung auf den Körper, da es auf die Benzodiazepinrezeptoren des Gehirns wirkt und die Wirksamkeit von der Gamma-Aminobuttersäure (GABA) erhöht. Das Arzneimittel besitzt auch muskelentspannende, angstlösende, krampf- und spannungslösende Eigenschaften. Darüber hinaus reduziert Valium die Symptome eines akuten Alkoholentzugs, wie Zittern und Angstzustände.

Valium wird weit verbreitet zur Behandlung von:

  • psychischen Störungen (Depressionen, Phobien, psychische Unruhe);
  • Angststörungen
  • Schlafstörungen
  • Spannungszuständen
  • Panikstörungen

Die Wirkung der Tabletten Valium tritt innerhalb von 40 Minuten nach der Einnahme ein.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung von Valium sollte individuell vom Arzt und je nach einer Beschwerde festgelegt werden, um motorische Beeinträchtigungen oder übermäßige Sedierung zu vermeiden. Die erforderliche Dosierung unterscheidet sich zwischen Erwachsenen und Kindern. Für Erwachsene beträgt übliche Dosierung 1 Tablette zu 5 oder 10. Je nach Empfehlung Ihres Arztes sollte sie ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Für Kinder ab sechs Monaten liegt die empfohlene Dosierung zwischen 1 mg und 3 mg, die drei- oder viermal täglich angewendet werden. Valium sollte für einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Wenn Sie das Medikament jedoch beispielsweise zwei Monate lang durch den Mund genommen haben, konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung beenden. Wenn Sie Valium regelmäßig angewendet haben und es absetzen wollen, machen Sie dies schrittweise, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Wenn Sie älter sind oder Leber- oder Nierenprobleme haben, wird Ihnen Ihr Arzt eine niedrigere Dosis verschreiben. Die übliche Erwachsenendosis kann für Sie schädlich sein. Befolgen Sie daher immer die Anweisungen Ihres Arztes. Valium Tabletten sollten mit einem Glas Wasser unzerkaut eingenommen werden. Sie können mit oder ohne Nahrung angewendet werden.

Nebenwirkungen

Schwäche
Müdigkeit

Schwindel
Benommenheit,
Schwindel,
Gleichgewichtsstörungen,
Konzentrationsstörungen

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen

Zittern
Zittern

Sehstörungen
Sehstörungen

Atemprobleme
Atemprobleme

Übelkeit
Übelkeit,
Erbrechen

Bauchschmerzen
Oberbauchbeschwerden

Verstopfung
Verstopfung

Durchfall
Durchfall

Mundtrockenheit
Mundtrockenheit

Hautausschlag
Schwere Hautreaktionen

Appetitprobleme
Gesteigerter Appetit

Brustschmerz
Brustschmerzen

Gelbsucht
Gelbsucht

innere Blutungen
Unregelmäßige Regelblutung

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Entzugssymptome
  • Risiko für Gedächtnisstörungen
  • Risiko für Psychose
  • Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • Medikamentensucht
  • Vorsicht bei schweren Leberfunktionsstörungen
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • Toleranzentwicklung
Entzugssymptome
Risiko für Gedächtnisstörungen
Risiko für Psychose
Stimmungsschwankungen und Depressionen
Medikamentensucht
Vorsicht bei schweren Leberfunktionsstörungen
Besondere Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Toleranzentwicklung

Andere Handelsnamen

Gewacalm Paceum Psychopax Relanium Stesolid

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Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Kontraindiziert bei Neugeborenen und Säuglingen unter 6 Monaten

Schwere Leberschädigung

Schwere Atemstörungen

Schlafapnoe-Syndrom

Schwere Muskelschwäche

Akute Vergiftung mit Alkohol, Schmerz- und Schlafmitteln oder Medikamenten gegen bestimmte psychische Erkrankungen

Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelabhängigkeit, auch in der Vorgeschichte

Schwangerschaft

Nicht sicher

Alkohol

Der Alkoholkomsum verstärkt die Nebenwirkungen von Medikamenten

Darf man Valium und Alkohol kombinieren? Die Wirkung von Valium wird durch den gleichzeitigen Konsum von alkoholischen Getränken verstärkt. Aus diesem Grund ist der Alkoholkonsum abgeraten.

Was passiert, wenn Sie die Dosis verpasst haben?

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein.

Überdosierung

Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Wechselwirkungen

Es ersteht ein Risiko für signifikante Wechselwirkungen. Daher wird eine ärztliche Überwachung empfohlen.

Valium tritt in Wechselwirkungen mit Antihistaminika, Antidepressiva, Antibiotika, Medikamenten gegen Muskelkrämpfe, Schlafmittel und Schmerzmittel.

Unerwünschte Reaktionen

Kopfschmerzen

Schwindel

Müdigkeit

Ohnmacht

Benommenheit

Nahrungsmittel

Sie sollten auf Grapefruit und Grapefruit-Saft verzichten

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Häufige Fragen

Was ist Valium für ein Medikament?

Valium ist ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine, das zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen, sowie Schlafstörungen verschreiben.

Wie schnell wirkt Valium?

Die Tabletten Valium beginnen in 15-60 Minuten zu wirken.

Wie lange wirkt Valium?

Die Wirkung von Valium hält über 12 Stunden an.

Wie bekomme ich Valium verschrieben?

Das Markenpräparat Valium ist in Deutschland nicht mehr vertrieben. Hier gibt es nur die Generika. Da dieses Präparat verschreibungspflichtig ist, ist es nur mit einem gültigen Rezept vom Arzt erhältlich. Um generisches Valium zu bekommen, muss man einen Arzt aufsuchen.

Wie schnell macht Valium abhängig?

Die Abhängigkeit kann sich schon in 4 Wochen regelmäßiger Einnahme entwickeln.

Was ist Valium?

Valium gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und wird normalerweise zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Panikstörungen, Muskelkrämpfen usw. verschrieben. Da es sich um ein Benzodiazepin handelt, kann es süchtig machen. Daher kommt dieses Medikament nur zur kurzfristigen Behandlung von Angstzuständen und Schlaflosigkeit in Frage.

Valium wurde von Dr. Leo Sternbach, einem Mitarbeiter des Pharmaunternehmen F. Hoffmann-La Roche AG erfunden. Es wurde erstmals im Jahre 1963 als eine sichere Alternative zu Barbituraten auf den Markt gebracht.

1969 bis 1982 war dieses Medikament sehr gefragt, und sein Verkauf war nahezu unkontrollierbar, bis negative Bewertungen den Mythos der Unbedenklichkeit von Diazepam zerstreuten. Danach wurde eine Verschreibungspflicht für dieses Medikament eingeführt.

Diazepam nimmt jedoch immer noch eine große Nische in der legalen Verwendung von Beruhigungsmitteln und Antikonvulsiva ein. Es ist heutzutage in Form von Tabletten, Tropfen, Zäpfchen und Injektionen erhältlich.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Bei geringer Gabe weist das Präparat Valium geringe Nebenwirkungen und eine hohe Verträglichkeit auf. Generelle Nebeneffekte können jedoch Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel und zeitlich begrenzter Gedächtnisverlust sein.

Nach langfristiger Gabe können jedoch die folgenden Symptome auftreten:

  • räumliche Orientierung;
  • Magenschmerzen, Mundtrockenheit, Durchfall oder Verstopfung.
  • Sehstörungen, wie Nebelsehen oder Doppeltsehen;
  • Probleme beim Wasserlassen (Harnverhalt oder Inkontinenz);
  • Schläfrigkeit;
  • Verwirrung.

Darüber hinaus sind auch die Herzrhythmus-, Atem-, Gedächtnisstörungen und Hautausschlag möglich.

Was ist zu beachten?

Valium kann inaktive Inhaltsstoffe enthalten, die allergische Reaktionen hervorrufen können, bevor das Medikament angewendet wird. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie allergisch dagegen sind oder ob Sie allergisch gegen andere Hilfsstoffe sind.

Valium-Tabletten enthalten Laktose. Wenn Sie Laktoseintoleranz habe, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Vermeiden Sie Grapefruit und Grapefruitsaft, wenn Sie Valium verwenden, da dies die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt über Begleiterkrankungen, insbesondere im Zusammenhang mit psychischen Störungen, Muskelerkrankungen, Atemproblemen, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen und Glaukom in der Vorgeschichte.

Valium geht in die Muttermilch über und kann unerwünschte Wirkungen auf ein Kind haben. Daher wird es nicht für stillende Mütter sowie während der Schwangerschaft empfohlen. Wenn Sie während der Anwendung von Valium schwanger werden, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ihr Neugeborenes stillen.

Durch die Einnahme von Valium kann es zu Reaktions-, Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörungen kommen. Dadurch wird eine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Vom Bedienen von Werkzeugen und Maschinen ist daher abzuraten.

Wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, Leber- oder Nierenprobleme haben oder Herzprobleme in der Vorgeschichte hatten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Valium kaufen und einnehmen.

Der Wirkstoff in Valium Diazepam kann mit anderen Medikamenten interagieren. Vor der Valium-Einnahme informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

  • Antidepressiva, wie z. B. Paroxetin, Citalopram, Duloxetin usw.
  • Antihistaminika wie Loratadin oder Cetirizin
  • Antibiotika wie Erythromycin
  • Opioide wie Morphin, die zusammen mit Diazepam das Abhängigkeitsrisiko erhöhen können
  • Medikamente gegen Muskelkrämpfe wie Phenytoin
  • Schlafmittel wie Zolpidem
  • Schmerzmittel wie Codein und Hydrocodon

Kann Valium Abhängigkeit verursachen?

Die Benzodiazepine, einschließlich Valium eignen sich nicht für eine langfristige Therapie. Dieses Präparat ist für eine Kurzzeittherapie vorgesehen. 

Laut Statistik entwickeln sich die Sucht- und Entzugssymptome bei den Patienten, die Valium 4 Wochen lang oder mehr eingenommen haben. Nach 6-wöchentlicher Behandlung entsteht das Risiko einer pharmakologischen Abhängigkeit.

Am häufigsten tritt die Sucht bei solchen Menschen auf, die bereits eine Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit haben oder schwerwiegende psychische Anomalien aufweisen (z. B. Borderline-Persönlichkeitsstörung). Zur Risikogruppe gehören auch ältere Patienten und Kinder, die besondere Vorsicht während der Behandlung mit Valium erfordern.

Valium Entzug

Eine ununterbrochene Einnahme von Valium über längere Zeit ist mit dem Risiko eines Entzugssyndroms verbunden, bei dem eine Person schwerwiegende Symptome aufweisen kann. Ein abruptes Absetzen der Einnahme führt manchmal zu Depersonalisierung, Photophobie, Verwirrung und anderen unangemessenen mentalen Reaktionen. Daher soll Valium schrittweise abgesetzt werden.

Sabine Falkenthal
Masterstudentin
Sie studiert Medizin an der Institut für Translationale Immunologie (TIM). Seit 2021 "freie Autorin" bei Gesundheit-Service.
Erfahrungen

Valium

Bewertung:

5

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Hallo, ich bin seit meinem 23. Lebensjahr mit Panikattacken und Angstzuständen behaftet. Die Tabletten Valium haben mir sehr geholfen. Wegen Angst vor Abhängigkeit nahm mich die niedrigsten Dosen. Aber das reicht mir auch schon.

03.03.2021

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Bewertung:

5.0

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